Die geologische Zusammensetzung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Reben  ändern sich von Weingut zu Weingut.
Dank dieser einzigartigen Bodenvielfalt sind die Voraussetzungen für eine wertvolle Biodiversität gegeben.

An den Hängen finden sich vor allem Kalkschotterböden aus Dolomitengestein, deren Ursprung in der Eiszeit liegt. Sie zeichnen sich durch einen hohen pH-Wert und eine gute Speicherfähigkeit der Nährstoffe aus. Kleinstzonen mit etwas höherem Lehmanteil bieten die ideale Voraussetzung für den Anbau von Pinot Noir. Kalkschotterböden mit hohem Kies-Sandanteil sind hingegen besonders für Rebsorten wie Weißburgunder und Sauvignon geeignet.

Die Moränenschuttböden rund um Eppan entstanden aus den Ablagerungen am Rande eiszeitlicher Gletschermoränen. Sie weisen einen niedrigen pH-Wert auf, sind gut durchlüftet und nur bis zu einer gewissen Tiefe wasserdurchlässig. Dies hat langsames Heranreifen des Trauben zur Folge. In Eppan werden auf diesen Böden vor allem Weißweinsorten wie Chardonnay, Grauburgunder und Gewürztraminer angebaut.

Die auffallend roten Porphyr-Verwitterungsböden bestehen aus vulkanischem Gestein und sind mit Lehm oder Sand vermischt. Diese trockenen und humusarmen Böden sind hervorragende Wärmespeicher, sehr licht- und luftdurchlässig und besonders für den Anbau von Sauvignon und Riesling geeignet.

Schwemmböden entstehen aus einem ähnlichen Prinzip heraus wie Moränenschuttböden: Die von den Flüssen angespülte Materie hat sich an den Flussufern abgelagert und Sandböden mit niedrigem Gesteinsanteil hervorgebracht. Der “Flins”– so wird diese Bodenart in Südtirol genannt – ist der ideale Boden für Weine wie Lagrein, Merlot und Cabernet.